Latinum

Salvete!

Herzlich willkommen auf www.latinum.cc, dem Informationsportal über die römische Antike und die Lateinische Sprache.

Es ist schon bemerkenswert: die Faszination für die Geschichte der Römer und die Verwendung ihrer Sprache bis in die heutige Zeit ist ungebrochen. Kein anderes antikes Volk hat über einen so langen Zeitraum Politik, Kultur und Wissenschaft derart beeinflusst, wie es die Römer getan haben.

Im Bildungsbereich ist das Latinum, als Nachweis lateinischer Sprachkenntnisse, aufgrund der starken Einflüsse in verschiedenen Wissenschaften empfehlenswert oder sogar obligatorisch. Ein Latinum bietet für Deutschsprachige nicht nur eine hervorragende Grundlage zum Verständnis der muttersprachlichen Grammatik, sondern auch die Möglichkeit zur Steigerung von Konzentration, Genauigkeit und analytischem Verstand.

Ebenso bietet es natürlich zum Erlernen der anderen “lebendigen” romanischen Sprachen wie Spanisch, Italienisch und Französisch Vorteile, da diese bis heute eng verwandt mit dem Latein sind.  Die Bezeichnung von Latein als tote Sprache ist daher aus vielen Gründen irreführend, denn von den toten Sprachen ist Latein wohl die Fidelste.

 

Vom Stadtstaat zum Weltreich

Der Beginn Roms (lat. Roma), der “ewigen Stadt” am Tiber, war nach der Aeneis-Sage des Dichters Vergil am 21. April 753 v. Chr. Aus dem von Romulus und Remus gegründeten Stadtstaat wurde später ein antikes Weltreich, dass in seiner größten Ausdehnung unter Kaiser Trajan 117 n. Chr. weite Teile Europas beherrschte und sich dazu bis nach Afrika und Asien ausdehnte.

Das Römische Reich (lat. Imperium Romanum) hat dabei sein Wesen deutlich in seine vielen Provinzen getragen. Die einheitlich und straff organisierten römischen Legionen eroberten nicht nur andere Länder und Völker, sie erschlossenen diese auch mit Straßen entlang der Handelswege. Nicht ohne Grund heißt es noch heute: Alle Wege führen nach Rom!

Entlang dieser Wege und Straßen entstanden nicht nur befestigte Militärlager, sondern auch Versorgungsstationen und Straßendörfer.

Hierdurch konnten kleinere Siedlungen bald zu Städten werden, wie etwa die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das heutige Köln. In diesen Metropolen florierte wie in der Stadt Rom selbst, nicht nur der Handel, sondern auch die vielen kulturellen und technischen Errungenschaften. Diese erforderten Ressourcen wie eine kontinuierliche Wasserversorgung. Aber auch hierfür hatten die Römer mit den Aquädukten eine technisch seinerzeit fortschrittliche Lösung parat. Die Aquädukte führten wie die Eifelwasserleitung (oder der Römerkanal) frisches Wasser aus der Eifel in die Haushalte, die Brunnen und Thermen von Köln.

 

Bis heute wirkende Einflüsse des antiken Roms

Auch die römische Verwaltung wurde, insbesondere während der Pax Romana (27 v. Chr. bis 180 n. Chr.) “exportiert” und in den römischen Provinzen gab es ein einheitliches Verwaltungs- und Steuersystem. Der Einfluss Roms wurde mit einer Romanisierung in den eroberten Gebieten tief verwurzelt.

Waren jedoch Völker besiegt worden, bot ihnen Rom die Kooperation an. Es versuchte großzügig, meist mit Erfolg, die besiegten Stämme von den Annehmlichkeiten der römischen Zivilisation zu überzeugen. So setze auch in den Provinzen Frieden, Aufschwung und kulturelle Blüte ein. Und auch noch im Mittelalter und in der Neuzeit wurde hieran angeknüpft. Latein war lange die führende Sprache an den Universitäten, sowie in Literatur und Kirche. Wissenschaftliche Arbeiten wurde auf Latein verfasst und möchte man diese heute im Original lesen, muss man Lateinkenntnisse haben.

Auch die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), einer der Vorläufer der Europäische Union (EU) wurde 1957 mit den Römischen Verträgen gegründet. Zufall oder nicht, aber Rom ist unbestritten bis heute eine Stadt der Sehnsucht und Lebensfreude. Freunde der Antike und der Romantik wandeln hier im Zentrum ihrer Leidenschaft.

Neben den vielen antik-historischen Sehenswürdigkeiten wie dem Forum Romanum, dem Kolosseum und den Trajansmärkten beherbergt die italienische Hauptstadt eine staatspolitische Besonderheit: die Enklave der Vatikanstadt, dem kleinsten Staat der Erde und dem einzigen wo Latein (neben Italienisch) noch als Amtssprache fungiert. Hier gibt auch der Papst, der Bischof von Rom, zu Ostern und Weihnachten seinen feierlichen “Urbi et Orbi”-Segen (dt. Der Stadt und dem Erdkreis).

Die Römer hinterließen nicht nur bauliche Reliquien, sondern ihr Wirken ist bis heute in Bezeichnungen, Redewendungen, vielen Vornamen sowie zahlreichen Latinismen etc. (lat. et cetera) zu finden. Im Alltag begleiten uns die lateinischen Buchstaben und noch heute sind zudem viele wissenschaftliche Begriffe, ob in der Medizin, der Pharmazie, der Biologie, der Architektur, den Geisteswissenschaften und natürlich in der Rechtswissenschaft (Jura) lateinischem Ursprungs.

Es gibt daher, aller Unkenrufe zum Trotz, auch heute noch gute Gründe Latein zu erlernen und sich mit dem Antiken Rom zu beschäftigen.

In diesem Sinne wünschen wir hierbei viel Freude bzw. Gaudium!